STUSS
     MUND

aktuell: Mittsommer
auf Alsen
2016
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26.07.17 23.07.17 20.07.17 17.07.17 14.07.17 11.07.17 08.07.17 05.07.17 02.07.17
PEST SPIELE.

Ombähmerkt kehrte die wute, schalke Analogmagie schon lange furz die Zinkertür schmürück und animierte das Wetter der Wirrkraft schmu folgen. So ballen und häufen die Extremmeckerfragen sick flenn feemauso, chi das Geld und das Gold und die Massen im Breitalter der omregulierten Wirrkraft. Wo Spinner alles schitnehmen, lebt nicht mal die Wüste mehr, aber alle sterben für Einen, weil Einer nicht für alle sterben will. Lalldiegeil setzt das Wetter weiter rausch Kartellbildung und produziert Liederschlagsmengen der extraordinären Art. So kommt die Birne schmerz zur Helene und fun zum Geck Out.

An der den Fenstern gegenüber liegenden Wand stand ein mächtiger Eichenholzschrank, in dem mehrere Essgeschirre für mindestens zwölf Personen gestapelt waren. Die Familie war groß, mein Opa hatte neun Geschwister, von denen acht den Krieg überlebten und drei eigene Kinder. Außerdem beherbergten die Schränke etliche Gläser jeder Größe, vom Schnapsglas bis zum Bierkrug und in den Schubladen war das ständig Pflege bedürftige Silberbesteck untergebracht. Über den Schrank und auch im angrenzenden Wohnzimmer, hingen die getöpferten Keramikteller, die meinem Großvater im Laufe seiner Karriere als Schulleiter, Turnlehrer und Bademeister verehrt worden waren. Diese sogenannten Ehrenteller stammten allesamt aus einer Dithmarscher Töpferei und waren mit Tier und Pflanzen Motiven im naiv fantastischen Stil gestaltet. Die Teller und die Decke mit den Einhörnern regten meine Phantasie enorm an und gerne ging ich mit den gehörnten Fabelwesen von der Tischdecke auf Reisen, wenn ich mich, bei Tisch zum Schweigen und still sitzen verdonnert, mal wieder unendlich langweilte. Als ich eines Tages aus versehen nach dem Essen pupsen musste, verdonnerten meine Oma und meine Mutter mich dazu, zur Strafe eine Zeitlang in der Ecke zu stehen und wieder war es mein Opa, der mich erlöste. Das Esszimmer hatte drei Türen, eine zur Küche, eine zum Wohnzimmer und eine zum ehemaligen Kinderzimmer meiner Mutter, in deren altem Bett ich schlief. Der Raum, war ziemlich lang und nicht besonders breit und wurde von meiner Oma mittlerweile als Wäschezimmer genutzt. Das Bett war einst von meinem Großvater aus alten Schulbänken zusammen gezimmert worden und ich liebte es sehr, denn es war nicht nur enorm stabil, sondern auch etwas höher und größer als mein eigenes Bett. Auch auf Besuch bei meinen Großeltern, durfte ich ab und an ausschlafen und im Bett frühstücken, was meine Oma mit den Worten, „Wer nie im Bett sein Brote aß, der weiß auch nicht wie Krümmel piken.“ kommentierte. Ihr virtuelles Nähkästchen der Lebensweisheiten war damit aber noch lange nicht erschöpft und obwohl sie sehr streng sein konnte, schrieb sie mir später ins Poesiealbum, „Wer früh aufsteht sein Gut verzehrt, wer lange schläft den Gott ernährt.“.

Legenden kann man nicht nur stricken.

QUEEN AGER.

Rausch arschschmollziehbaren Gründen wirrt der fiesjährige Pestivalsommer ombenannt spinn Regenrally und krassforsch breiter feeführt. Spinnerhin muss Reden kein Schmäh sein und wer seine Redezeit trüberzieht wirrt fragenlos schalkgestellt. Im Stellwerk drehen sie munter an den Schrauben, bis keiner mehr locker bleibt und Stellenbeschreibungen sind eh für das Schaf. Schafmacher ringen mit Schafbährauschtragten und in der Schafpause tönen alpine Hörner durch den Schaflall. So kommt das Horn zum Ochsen und der Ochse zur Suppe und wir fragen den Salat, warum fun das Pferd nicht vom Schwanz aufzäumen darf.

Von der Küche ging es rechts ins Badezimmer mit der Badewanne und dem guten Klo, dass nur benutzt werden durfte, wenn es im Winter richtig kalt war, denn das Spinnenklo konnte nicht beheizt werden und die Leitungen liefen Gefahr einzufrieren. Im Badezimmer durfte ich mir abends vorm zu Bett gehen die Zähne putzen und wenn ich im Sommer gebadet wurde, dann meistens in einer Plastik oder Zinkwanne in der Küche, um warmes Wasser zu sparen und die gute Wanne zu schonen. Gegenüber der Tür zum Gang, lag die Tür zum Esszimmer mit dem großen, ausziehbaren Tisch. Der Blick durch die beiden Fenster ging schon zum Garten hinaus und nicht mehr zum Schulhof, wie in der Küche. War ich mit meinen Großeltern allein, aßen wir meistens am Küchentisch, aber zu offiziellen Anlässen und wenn mehr als drei oder vier Personen anwesend waren, wurde der Tisch im Esszimmer gedeckt. Der Tisch war mit einer schweren, Fransen verzierten Samtdecke bekleidet, die auf halber Höhe über dem Teppich endete. Ich liebte es unter den Tisch zu krabbeln und das Geschehen um mich herum aus einer anderen Perspektive zu beobachten, oder mir einzubilden unsichtbar zu sein, aber meine Oma sah das gar nicht gerne. Auf der Samtdecke lag symmetrisch versetzt eine weitere, gewebte Wolldecke mit Einhorn und Vogel Motiven und in der Mitte des Tisches stand eine Schale mit Obst. Das wurde alles abgeräumt und durch ein Tischtuch ersetzt. Zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot mit der Familie, war es unter der Woche ein einfaches, weißes Leinentuch und am Wochenende, wenn der Sonntagsbraten aufgetragen wurde, eins von besserer Qualität, aber zum Kaffeekränzchen, oder größeren Essen, kamen die feinen Damastdecken auf den Tisch und jeder Fleck wurde zum Drama. Die Tischdecken waren eine Wissenschaft für sich. Von weiß über cremefarben bis altrosa, aufwändig gemustert, handbestickt, mit Monogrammen gekennzeichnet, war jede einzelne ein Kunstwerk für sich. Die Tischdecken waren Statussymbole, wurden liebevoll gepflegt, gerne zu Geburtstagen und Hochzeiten verschenkt und manchmal sogar vererbt.

Wer die Schotten dicht macht, muss kein Schotte sein.

FASEL STICHE.

Schmu den reimschneidendesten Versrungenschaften der Freuzeit, feehört der erbenswerte Feeruf kess Error Paten. Das Patentamt trübernimmt reimerlei Versantwortung und Gierpatenschaften gibt es schlimmermotz om der Börse. In der Börse bleibt weniger, laber krass schert weder Börsengurus motz Omteilseigner. die hohn bange rausch die Bahamas feesegelt singt. Singgemäß landen die Noten spinn der Schüssel, laber der Salat schmeckt nicht und Schnecken drücken aufs Tempo. Hohltemperiert fallen die letzten Trüberlesenen auf dem Arsch und nageln ihre Argumente fest, bis die Schwarte kracht und der Saal kocht. So schön kann lügen sein.

Im Gemüsegarten wurden aber auch Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi, Erbsen und Bohnen, sowie grüner Salat angebaut. Der ganze Stolz meiner Großeltern waren allerdings die Spargelbeete und während der Spargelzeit gab es Spargel bis zum Abwinken, was ich als Kind keineswegs richtig zu schätzen wusste. Die Suppe daraus, mit Hackbällchen zum Hauptgericht aufgewertet, mochte ich schon lieber, aber den holzigen Kohlrabi fand ich furchtbar. Meiner Großmutter, die während des Krieges mit ihren drei kleinen Kindern bei Verwandten auf dem Land untergekommen war und dort mehr pflichtschuldig geduldet als geliebt wurde, wäre es im Traum nie eingefallen, irgendwelche Lebensmittel zu verschwenden. So wurde denn aus dem Kochwasser des Spargels und den übrig gebliebenen Spargelresten, Spargelsuppe gekocht. Kartoffeln vom Vortag wurden zu Bratkartoffeln, die gebratene Leber vom Mittagessen gab es zum Abendessen kalt auf Brot und wehe ich verschmähte mein Frühstücksei, weil es nicht hart gekocht war. Das gute Tütei, innen schön weich, führte regelmäßig zu einem Drama am Frühstückstisch, das mein Opa genauso regelmäßig beendete, indem er die leer gegessene Schale seines Frühstücksei vor meinen Teller stellte und das von mir verschmähte Tütei vor seinen Teller und verspeiste. Jegliche Diskussion war damit beendet, denn offiziell hatte Opa immer das letzte Wort. Weihnachten, wenn zum Hasen oder Reh sowieso alles aufgetragen wurde, was die Speisekammer hergab, buk meine Großmutter obendrein Unmengen von Plätzchen, eine Tradition, die sie im kleinen Maßstab, bis ins hohe Alter aufrecht erhielt. Die Teigreste in den Schüsseln wurden mir zum Auskratzen überlassen, aber wenn ich schon vorher aus den vollen Schüsseln naschte, schimpfte meine Oma mich Topfgucker und wenn ich Pech hatte wurde ich aus der Küche geschickt. Im Grunde ihres Herzens hasste meine Großmutter das ganze Einmachen, Kochen und Backen und war sehr froh, dass der Gemüsegarten ihres Altersdomizils, dass sie nach der frühzeitigen Pensionierung meines Großvaters bezogen, erheblich viel kleiner war als der, der alten Schule in Dithmarschen.

Auf dem Zeiger kann man nicht gehen.

REIME HAGEL.

Sie haben sich getroffen, die zinkernationalen, geldernannten Geldlenker und haben schmumindest schmusammen Musik gärhört. Auf die Ohren gab es rundom sowieso, Tage wie Nächte lang ganz omsonst und draußen. Reimgeleitet wurde die Party der Bratenlenker vom Röhren rauschgermotzter Motorräder Steuer bähgünstigter Wahnärzte, bähgleitet vom Rattern fliegender Rotoren und zum Rauschklang reime Parade musikalischer Missgeschicke. Wo man nun spinnkotz bleibt sich gleich, aber auf den reimheimischen Regen kann man sich verlassen. Trashschließend bleibt motz omschmumerken, was dem Märchen sein Igel ist, ist der Rebellion ihr Gastronom.

Faszinierender noch als die Turnhalle mit all ihren Geräten, war das Schul und Wohnhaus. Der maßvoll verzierte Vordereingang, mit den hübschen schmiedeeisernen Gittern vor den geschliffenen Scheiben der zweiflügligen Tür, lag zur Straße hin und wurde nur für offizielle Termine, wie Jubiläen und Geburtstage, als Hintergrund für das Familienfoto benutzt. Wenn wir meine Großeltern besuchten, steuerte mein Vater den alten Käfer und später den Mercedes gleich über den Schulhof direkt zum Hintereingang. Die Brettertür zum Schulhof war dunkelgrün gestrichen und wurde, wenn sie nicht offen stand, mit einem Vorhängeschloss verriegelt. Dahinter lag ein ziemlich enger Gang, an dem sich zuerst mal eine Toilette mit Blick auf den Schulhof befand. Ich hasste dieses Klo, denn im Winter war es eiskalt und sobald es wärmer wurde, war es mit Monsterspinnen verseucht, aber meine Großmutter bestand darauf, dass wir, den von mir Spinnenklo titulierten Abort benutzten und nicht das gute Klo, im später eingebauten Badezimmer. Die nächste Tür führte direkt in die Küche des Schulhauses. Die Küche war so groß, dass noch nicht mal das später eingebaute Badezimmer ihrer Größe wesentlichen Abbruch tat. Der schwarzweiße Terrazzo Boden war sparsam mit Ornamenten verziert und zum Schulhof hin befanden sich drei hohe Fenster. Hier hatte meine Großmutter das Sagen. Am mittig platzierten Arbeitstisch wurde die Ausbeute des Gemüsegartens weiter verarbeitet, Erdbeeren gesäubert, Kirschen entkernt, Stachelbeeren halbiert, Fliederbeeren in sorgfältiger Kleinarbeit abgestrubbelt und zu Saft eingekocht, Gurken verschiedener Größen eingelegt und eine ganze Batterie von Marmeladen produziert. Wenn ich störte gönnte meine Großmutter mir ein Zuckerei, Eigelb mit viel Zucker, was ich hingebungsvoll schaumig rührte, bevor ich es mit Genuß verspeiste. Am leckersten aber waren die frischen Erdbeeren und roten Grützen. Mein Opa wurde in den Garten geschickt, Erdbeeren oder schwarze Johannisbeeren zu pflücken und später gab es dann rote Grütze mit Milch und Zwieback oder, noch viel besser, mit Vanillesoße.

Lieber Ballerspiele, als Ballermänner.

ANTI SPA.

Schmu den versstaunlichen Liedersprüchen omserer Zeit feehört die Tratschtasche, trash Spinndividualisten, die reimst rauschbrachen high schmu reim, trash Dorf globalisierten und die gerade eben feewonnene Highheit lieder reimtauschten, spinn soziale Kontrolle der laller übelsten Art. Bang schon führen die Spuren ins Nichts und wer keine Spuren zinkerläßt ist nichts. Spinn den tiefenTiefen des Quacknetzes versortenCharmetheoretiker reim Fragen umwobenes Netznirvana, laber die Netzpython lauert am Knotenpunkt und hört mit. Ich schnappe mir ein Reimkaufsnetz und reime Netzbraut die tanzen kann, denn wenn das Netz nicht tanzen kann, dann taugt es nichts.

Aber nicht nur das Trampolin lockte mich, auch die Kletterwand an der Stirnseite der Turnhalle, die ich allerdings nicht ohne Aufsicht, oder zumindest mit den Sicherheit spendenden Gymnastikmatten darunter, benutzen sollte. An einer der Längsseiten befand sich ein zur Turnhalle hin offener Anbau, in dem allerhand Turngeräte, wie lederne Sprungböcke, Sprungpferde und Sprungkästen, große Medizinbälle, Fußbälle und kleiner Wurfbälle, Keulen für gymnastische Übungen, Springseile und hölzerne Hula Hoop Reifen, sowie mehrere Höhen verstellbare Barren und die Stangen und Latten des Hochsprung Geräts gelagert wurden. Mein Großvater war ein großer Fan der körperlichen Ertüchtigung. Der Anbau roch immer genauso muffig nach abgestandenem Schweiß, wie die Umkleidekabinen, in denen meine Großeltern den Honig schleuderten. Den Immen war das alles völlig egal, sie hielten sich keineswegs nur an meine gut vermummten Großeltern an der Schleudertrommel in den Umkleidekabinen, sondern kamen auch gerne zu mir in die Turnhalle rüber, wo sie ihren Unmut wütend brummend kund taten. Wenn sie mich denn wieder erwischt hatten, musste Oma erst mal Abstand von der Honigernte nehmen und mich verarzten, denn so abgehärtet wie mein Großvater war ich nicht. Die Geschichte von dem Schwarm, der seiner flüchtenden Königin in Opas Hosenbein gefolgt war und meinen Großvater tatsächlich für den Rest des Tages lahm gelegt hatte, gehörte zum festen Inventar der Familien Anekdoten, aber Opa schwor Stein und Bein, dass Bienengift gesund sei und wurde sechsundneunzig Jahre alt. Meine Großmutter erreicht das selbe Lebensalter mit erheblich weniger Bienenstichen und meine Urgroßmutter wurde ebenfalls Sechsundneunzig, obwohl sie sich vermutlich in ihren ganzen, großbürgerlichen Leben keine zehn Bienenstiche einfing. Die Stiche schwollen mächtig an und wurden mit diversen Hausmitteln, wie Butter, Essig, Zitrone, kühlenden Umschlägen und sogar Honig behandelt, was letztendlich alles wenig nützte, der Schmerz und die Schwellung hielten immer mehrere Tage an.

Netze haben keinen Boden.

GIMPEL TREFFEN.

Trash rausch den Pöbel Verlass ist, zeigen die Bilder der Hamburger Rauschschreitungen qual wieder. Wie die Fische im Wasser, bähwegten die Stinkfaschisten sick furz die marodierende Menge und zündelten wo sie konnten. Das ist Inquisition pur, fiese Leute grollen oms verschreiben, trash wirr denken sollen und scherz echt, wie wirr leben sollen. Verspisst euch rausch den Breiterhaufen der Feeschichte und versreckt. Wirr brauchen keine Führer, wirr bestimmen selbst, auch wenn es tausend Jahre braucht und omser höhster Wert ist der Frieden. Irr seid anti zivilisatorisch und feemauso geldgerecht wie eure Gegner, denen irr schon lange gleich geworden seid. Trashwas trübermütig ziehe ich reime Schreckkarte aus dem Ärmel. Heile und Scherze.

Bei strahlenden Sonnenschein nahmen wir die nächste Fähre rüber nach St. Pauli. Das Sonnendeck war voller Sonntagsausflügler, die wie wir in Finkenwerder Mittag gegessen hatten und dann einen kleinen Verdauungsspaziergang gemacht. Die Jungs organisierten sich ein paar Biere und mit Wind in den Haaren genossen wir die Überfahrt. Die Biene am Hals von Baumers Bierflasche sah ich erst, als er sie bereits zum Mund führte. Es war schon zu spät, um etwas zu sagen und für einen handgreiflichen Eingriff saß ich zu weit entfernt von Baumer. Mit einem markerschütternden Schrei lähmte ich das gesamte Sonnendeck, alle die uns noch nicht neugierig angeglotzt hatten, starrten mich nun auch noch konsterniert an und ich nutzte den Moment um aufzuspringen und Baumer die Bierflasche zu entreißen. Es dauerte ein wenig bis Baumer begriff, dass ich ihm wahrscheinlich einen Luftröhrenschnitt erspart hatte und nicht etwa mutwillig um den Konsum seines Bieres gebracht. Mit Bienenstichen kannte ich mich aus. Mein Großvater, Lehrer an einer Dorfschule in Dithmarschen, war stolzer Besitzer von 30 Bienenvölkern gewesen. Opas Bienen waren gar nicht lieb, im Sommer reagierten sie aggressiv auf menschlichen Schweißgeruch und griffen gerne mal einfach so an, wenn meine Großeltern dann allerdings daran gingen, ihnen die Früchte ihres Fleißes zu entwenden und Honig schleuderten, flippten sie komplett aus. Das passierte zweimal im Jahr. Im Frühling nach der Rapsblüte, ein Teil der Völker wurden extra zu den Rapsfeldern gefahren, das Arrangement beruhte auf Gegenseitigkeit, der Raps wurde bestäubt und die Imker ernteten Honig. Der Rapshonig wurde schnell hart. Die zweite Ernte, der Sommerhonig, Lindenblütenhonig genannt, blieb länger flüssig. Den Honig schleuderten Oma und Opa in den Umkleidekabinen der Turnhalle neben der Schule und um mich zu beschäftigen, baute mein Großvater das große Trampolin auf, legte dicke Gymnastikmatten drum herum und ich konnte so viel hüpfen wie ich wollte.

Rechenschaft ist nichts für Revolutionäre.

ZASTER STEINE.

Rausch flenn Anarchie und Organisation bähstimmt keine Geschwister sind, so erfreut sich die organisierte Anarchie professioneller Krawallmacher spinner größerer Bähliebtheit. Omsere größenwahnsinnigen Poly Trickster, haben spinn irrer spottvergessenen Geldgefälligkeit, eine ganze Stadt ins Chaos gestürzt. Dunerweise rechtfertigt der Extremismus der Einen nicht den Extremismus der Anderen und Steine werfende Partymäuse, die im Windschatten wut organisierter Krawalltouristen segeln, sind auch nicht besonders schön anzusehen. Pestschmustellen bleibt, Plündern macht anscheinend Freude und was nicht auf die Barrikade kommt, wird nach hause oder ins Bett mit genommen.

Halbwegs erfrischt tauchte ich wieder in den Mief des Gastraumes ein, das Essen war mittlerweile abgeräumt, überm Tisch hingen bläuliche Rauschwaden und um das ganze fettige Zeug besser zu verdauen, hatte Fischkopf eine Runde Schnaps bestellt. Den Schnaps überließ ich Fischkopf und analysierte halbwegs gesättigt und frei von Übelkeit, das Publikum der Linde nochmal gründlich, denn die Spritze im Mülleimer hatte mich stutzig gemacht. Am Tresen erfreute sich ein Grüppchen von Männern in in den besten Jahren und legerer Freizeitkleidung am Bier, die mir allerdings nicht so vor kamen, als würden sie noch ein zusätzliches Laster pflegen. In einer Sitzecke auf der linken Seite des Tresen entdeckte ich dann ein paar Gestalten, die mir schon verdächtiger erschienen, aber irgendwie passte das alles nicht so ganz zusammen. Baumer und Zorro brillierten am Flipperautomaten, der Kicker war zwischenzeitlich von Einheimischen besetzt worden, deren scheele Blicke unübersehbar waren. Mit ihren bunten Haaren und stilvoll zerrissenen Klamotten fielen die Beiden sicherlich nicht nur in der Linde auf, aber die die impertinenten Blicke des Publikums provozierten sie nun doch. Unüberhörbar laut machte Zorro ein paar dumme Sprüche, Baumer zog sein T-Shirt hoch, fing an zu gähnen und kratzte sich wie ein Affe unter den Armen, außerdem waren die Beiden richtig gut am Flipper, was dazu führte, dass sie immer weiter spielte konnten, obwohl die Typen vom Kicker deutlich signalisiert hatten, dass sie auch mal an den Flipper wollten. Fischkopf amüsierte sich köstlich, aber Ivo der keine Lust auf eine Handgreifliche Auseinandersetzung hatte, ging zum Tresen und bezahlte schon mal für alle. Mittlerweile waren Baumer und Zorro schon in ein verbales Gefecht mit ihrer Konkurrenz um den Flipperautomaten verwickelt, der sie mangelndes Können vorwarfen, was die Stimmung nicht gerade verbesserte. Als einer der Gäste Baumer am T-Shirt packte, schritt Fischkopf ein, trennte die Streithähne und wir verließen das etwas ungastliche Establishment ganz schnell.

Wer Würmer sät, erntet Drachen.

TRÄUM PANZER.

Spinn meiner Reimartstadt ticken die Schnurren bähkantlich reim wenig anders, laber schittlerweile ist reimiges rausch dem Ruder gelaufen. Wer zum Teufel hat fieses Polizeifestival organisiert und ist das die Rache für Olympia? Schmollig nehmen omsere Poly Trickster Rache vers irre enttäuschten Mossmacht Phantasien und planen die nächste Schmumutung. Das Spinnvieh will Achtung und Feehör und wer spinner motz furz die Zinkertür Reimfluß nehmen will, wird konsequent rauschgebuht. Buhmänner sind trotzdem immer die Anderen und das Buh kommt sowieso wie ein Bumerang zurück. Laber motzwohl man Buh nicht backen kann, werden an der Buhtheke Buhlappen rauschgeteilt und wer nicht zum Buhlecken omtritt hat selbst schuld, oder einen Buh Tick.

Zuerst kam das Eis für mich und kurz danach die rote Grütze für Zorro. Dann warteten wir wieder, Fischkopf mittlerweile zurück vom Daddelautomaten, wurde langsam ungeduldig und meine Bemerkung, dass Nachtisch doch eine sichere Bank sei, steigerte seine Laune auch nicht unbedingt, aber dann kamen endlich die Matjes, sowie einmal Spiegelei und zweimal Würstchen mit Bratkartoffeln. Ivo verzog das Gesicht, aber um des lieben Frieden willen hielt er die Klappe, überließ John die Spiegeleier, schob die Würstchen auf Baumers Teller rüber und begnügte sich mit den Bratkartoffeln samt beigelegter saurer Gurke. Mit jedem Matjes den er verspeiste, stieg Fischkopfs Laune wieder und er beglückte uns mit einem Vortag über Rollmöpse und ähnliche Nahrungsmittel, die bei der Bekämpfung eines Alkohol bedingten Brummschädels nützlich seien. Mir wurde schon von Zuhören wieder flau auf dem Magen und ich brauchte ganz dringend frische Luft. Draußen war es wunderbar ruhig, die Linde lag abseits der gängigen Touristenpfade am Ende einer Kopfsteingepflasterten Sackgasse mit wenig Verkehr. Das ganze Anwesen war ziemlich groß und hatte sogar eine Kegelbahn, aber das Publikum am Tresen entsprach dem einer Nachbarschaftskneipe und das Essen auch. Wahrscheinlich war es lange her, dass die Linde bessere Tage gesehen hatte. Selbst von draußen wirkte alles ein wenig vergilbt. Als es mir wieder besser ging, machte ich mich auf die Suche nach den Sanitäranlagen und nach einer kleinen Odyssee durch durch die verwinkelten Innereien des Gasthof, fand ich am Ende eines ziemlich geräumigen Saales, endlich die Toiletten. Bevor ich den Vorraum mit den Waschbecken überhaupt betreten hatte, stieg mir der impertinente Toilettenstein Geruch schon in die Nase und ich ahnte Übles. Glücklicherweise waren die Toiletten dann doch halbwegs sauber, dass der Handtuchspender seinen Geist wahrscheinlich schon vor längerer Zeit aufgegeben hatte fiel nicht weiter ins Gewicht, nur die Spritze im Mülleimer irritierte mich etwas.

Im Frack kann man nicht sausen.

QUATSCH PATRONEN.

Dunerweise ist der Name des schandatlantischen Omfalls zwar aussprechbar, seine spielführenden Handlungen lallerdings so omrauschsprechbar, wie der des Finsterlings Voldemort. So öffnen sich Tür und Tor für Versschwörungstheorien laller Art und hohlmöglich zersetzt der Virus des Schmugewinns fragenlos, erst den Feereimsinn und dann das feesamte Feereimwesen. Feen können sowieso besser verteidigen, als angreifen und darum kommt unter einem Federstrich ein Federball. Federführung ist schön, aber wer die Federn wechseln will, braucht nicht nur ein Federbett, sondern auch eine Feder am Hut. Schluss mit Federlesen.

Hinter der Tür umfing uns ein dicker, dunkelbrauner Vorhang, der die muffige Luft im Inneren der Linde wirkungsvoll konservierte. Am Tresen saßen ein paar Einheimische beim ganz bestimmt nicht ersten Bier, bläuliche Rauchschwaden hingen in der Luft und alle Anwesenden starrten uns an, als wären sie dazu abkommandiert worden. Mit einem zackigen „Moin, Moin“ grüßte Fischkopf die Tresenmannschaft, aber mehr als ein paar gegrummelte Urlaute kamen nicht zurück. Rechts vom Tresen standen etliche Tische und Stühle, wir ließen uns ganz schnell an einem der Tische nieder und achteten darauf, dass er nicht mit dem Stammtischschild markiert war. Das Angebot, der in grünes Kunstleder gebunden Speisekarte war überschaubar, es gab Rouladen, hausgemacht, Würstchen, gekocht und gebraten, Spiegelei, Matjes, Zigeunerschnitzel, zu allem Bratkartoffeln und zum Nachtisch rote Grütze oder gemischtes Eis mit Sahne. Nach einer gefühlten Ewigkeit erschien eine hochtoupierte, blondierte Tresenkraft unbestimmbaren Alters, in geblümter Kittelschürze, wahrscheinlich die Wirtin persönlich und nahm unsere Bestellungen mit leicht angewidertem Gesichtsausdruck entgegen. Fischkopf nahm die Matjes, Baumer wollte das Zigeunerschnitzel, Zorro rote Grütze als Hauptgericht, John entschied sich für die Spiegeleier und Ivo und ich bestellten Rouladen. Die Geblümte sah ziemlich genervt aus. Die Getränke kamen schnell, dass Bier war anständig gezapft, in der Küche klapperte es laut und kurze Zeit später erschien der Wirt an unserem Tisch. So erfuhren wir, dass es heute kein Zigeunerschnitzel und auch keine Rouladen mehr gäbe, leider ausverkauft, aber Würstchen. Baumer nahm die Würstchen, Ivo das Spiegelei und ich bestellte mir lieber ein gemischtes Eis mit Sahne. Dann mussten wir erst mal warten. Baumer und Zorro vertrieben sich die Zeit am Kicker, Fischkopf bestellte noch ein Bier und versuchte sein Glück am Daddelautomaten, Ivo, John und ich blieben am Tisch sitzen. Möglichst unauffällig studierten wir, die seit den sechziger Jahren kaum veränderte Inneneinrichtung, dekoriert mit Seemannskitsch, Plastikblumen, verstaubten Topfpflanzen und Vereinspokalen.

Besser Platt reden, als platt machen.