STUSS
     MUND

aktuell: Mittsommer
auf Alsen
2016
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28.07.16 25.07.16 22.07.16 19.07.16 16.07.16 13.07.16 10.07.16 07.07.16 04.07.16 01.07.16
DRONEN PÜREE.

Reimst hieß es ja Mosern wie Flunkern, laber schitlerweile schisst oms reime neue Dimension verswachsen, pestwegen freudschmutage die Rede ist, fromm Realen und fromm Feerealen und irren plansinnigen Schitstellen. Wer denn nun laber die Wirrtuhosen an hat, ist motz bange noch nicht entschieden und om den lallgegenwärtigen Kreuzwegen lauert spinner motz die schalke Discordia und lacht. Schalkplatten Weitwurf ist und bleibt eine Disziplin vers sick und feewiefte Breitwerfer tanzen im diffusen Licht routierender Näselreimwerfer. Trash fun schit reimen Schalkplattenspieler nicht nur William S. Burroughs Brain Maschines zum Rotieren bringen kann, wissen wir seit Pokemons Eier legen, die rauschgebrütet werden können. Fun nennt es Mind Power moser Feedankenkraft und chi spinner tobt der Krampf, om die Läuterungshoheit der schönen Künste.

Nach Passieren der Einlasskontrolle kamen wir aus dem Staunen erst mal nicht heraus. Wenn auch nicht so unüberschaubar groß wie der Zeltplatz, so erstreckte sich auch das Festivalgelände über eine riesige Fläche. Es gab zwei Hauptbühnen und diverse andere Zelte für jeden Musikgeschmack, aber das war noch lange nicht alles, was an Unterhaltungsprogrammen geboten wurde. Es gab Zelte in denen alle möglichen avantgardistischen Filme gezeigt wurden, in einem andern Zelt konnte, wer wollte, sich malender Weise entfalten, mit Fingerfarben oder mit dem Pinsel, allein oder als Mitwirkender an einem kollektiv Gemälde. Gesichts und Körperbemalung standen selbstverständlich auch auf dem Programm. Wem der Sinn nicht nach Malen oder Bemalt werden stand, hatte die Möglichkeit sich in Makramee Knüpftechniken unterweisen zu lassen und irgendwann stieß ich sogar auf ein kleineres Zelt, indem eine alte dänische Hippielady Unterweisungen in der Kunst des Scherenschnittes gab. Aber nicht nur Kunst wurde geboten, sondern auch allerhand für die körperliche und geistige Entwicklung, wie Meditation, Yoga, Thai Chi oder ganz profanes Tauziehen. Kartenlegen, Runen und I-Ging Interpretation, Sitzungen mit den Ouija Brett und aus der Hand lesen standen natürlich auch auf dem Programm. Dazu kamen etliche Zelte in denen Schnickschnack aus der ganzen Welt verkauft wurde. Alle was die reisenden Hippies in den Ländern der dritten und vierten Welt günstig erstanden hatten, boten sie hier nun wieder Gewinn bringend an. Ketten, Ringe, Armreifen, Muscheln, Taschen, Dosen und Schachteln aller Größen und Materialien, sowie gebatickte Kleider aus Indien und Indonesien. Ich entschied mich für sechs breite, bunt lackierte, hölzerne Armreifen, mit denen man wunderbar klappern konnte, ergänzt durch ein ledernes Fußkettchen mit kleinen Glöckchen dran. Faszinierend waren auch die Zelte, in denen die dänischen Hippies liebevoll selbstgenähte Bekleidungsstücke, vorzugsweise aus Samt oder Leder verkauften und mir wurde klar, woher unsere dänischen Freunde ihre abgefahrenen Klamotten, die ich so sehr bewundert hatte, her hatten.

Große Onkels stolpern über kleine Bonbons.

FLASH WURZEL.

Spinn und quer gerissen, zwischen Feeland und Schmähland, wage ich die Summbiose und starte reim Experiment, flenn siegen heißt motz bange nicht trüberleben. Trash der Sieg nicht trash Heil bringt, wurde ja hohn omzählige Male bewiesen und rauschgehend wahrfun, wollen wir nicht siegen, sondern singen. Das Singen suchtversiv ist, wussten schon die alten Kirchenväter und pestwegen verboten sie ihren Schafen das Grundton Singen ganz schnell. So frönen denn schitlerweile pur motz die letzten trüberlebenden Schamanen dem highen Grunztonfeesang und om der Himmelsleiter wacht der Chorleiter trüber den wilden Stammelsprung. Und, wer reime Schritte nicht zählen lassen will, kauft sich einen Satelliten und mischt schit, bis der Geldtraumschrott phrasenlos schmuschlägt.

Zwischen den Zelten hingen noch die zarten Nebelchwaden der verblassenden Nacht, kaum ein Mensch war zu sehen und staunend ließen wir die zauberische Atmosphäre auf uns einwirken, bis das Lager langsam zum Leben erwachte. Vor uns lag ein etwas längerer Fußmarsch, denn Autos waren auf dem Zeltplatz nicht erwünscht und so machten wir uns denn auf den Weg, bis wir einen Platz für unser Zelt fanden. Etliche der bunten Fahnen und Banner waren nicht nur liebevoll selbst genäht, sondern auch selbst bestickt worden und abgesehen vom allgegenwärtigen Anarchie A, von Ying und Yang Kreisen, gekreuzten Piratenschwertern mit Totenkopf darüber, Peace Zeichen und Hanfblättern, waren sie mit diversen andern fantastischen Symbolen geschmückt. Blumen, Drachen, Schlangen, Fliegenpilze, Marienkäfer, Sonne, Mond und Sterne, indische Mudras, skandinavische Runen, Strichfolgen des I-Ging, Comicfiguren und diverse andere Fabelwesen, flatterten im salzigen Sommerwind Seelands munter um die Wette. Ein mittelalterliches Märchen mitten in der Postmoderne, ganz passend eigentlich Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten und unsere Freunde, von denen wir wussten, dass sie auch auf dem Festival sein würden, aufgetrieben hatten, einige waren schon jenseits von Gut und Böse, obwohl das Festival noch gar nicht richtig begonnen hatte, machten wir uns auf zum Festivalgelände. An den Einlasskontrollen erhielt jeder, der eine gültige Karte vorzeigte ein buntes Armband, dass nur vom Arm entfernt werden konnte, wenn es durchgeschnitten wurde und damit ungültig. Diese Armbänder wurden wie Orden getragen und im Laufe des Festivals und auch später, sah ich manchmal Leute, deren Unterarme schon fast bis zum Ellbogengelenk mit den verschiedenfarbigen Bändern das Roskilde Festivals geschmückt waren. Mein Armband wurde mir ein knappes Jahr später vom Arm geschnitten, weil ich mir den Arm gebrochen hatte.

Verantwortung kann man nicht an der Garderobe abgeben.

SILBER KRÜCKEN.

Rauschgebrauselt und furzgebacken präsentieren die neusten Kuschelkäfer sick der staunenden Öffentlichkeit. So wirrt der Painstream richtig niedlich und lall die Moserhasen versessen,chi Pocken feesichtig der grollenden Mond festendlich ist. Glücklich wer genug Bonbons spinn Beutel hat, flenn fies ist die Stunde der Beuteltiere, aber Beute wollen alle machen. Trash nun eigentlich ist der Flunkerschiet zwischen Jägern und Sammlern? Stammelbücher sind breit längerem rauscherordentlich versfolgreich spinn Omlauf und nur wer jagt fängt Flausen. Und, wie Fransen kann fun Flausen nicht kämen, laber pflegen kann fun sie. Den Pflegedienst schmollen wirr motzdem nich rufen, trashdessen meditieren wirr trüber den Fkunkerschiet zwischen reich und zahm.

Dafür war die Party schon voll am laufen, denn am Fähranleger drängelten sich außer all den Lastwagen, die nach Skandinavien wollten, unzählige Besucher des Roskilde Festivals mit ihren Autos, die so schnell wie möglich auf die Fähre wollten. Schneller wurde davon allerdings nichts, denn, das durch die Drängelei verursachte Chaos führte dazu, dass teilweise gar nichts mehr lief. Endlich auf der Fähre, machten wir es uns oben auf dem Sonnendeck gemütlich, wo schon die ersten Gitarren ausgepackt worden waren. Von einer Gruppe Frankfurter Jungs, ich musste an Heidi und Schottland denken, wurden wir sofort zu einem Schluck Baileys aus der Flasche eingeladen, was wir aber erst mal dankend ablehnten. Bis die Fähre jedoch ablegte und der Duty Free Shop öffnete, waren schon die ersten Alkohol Opfer zu beklagen. Der nicht besonders große Laden unter Deck verkaufte ausschließlich Spirituosen und ein paar Süßigkeiten und die Fahrgäste stürmten ihn wie die Hunnen, denn die Fahrt durch zollfreie Gewässer dauerte nicht besonders lange. Das Bier in Sixpacks ging weg wie warme Semmeln und als es zu Auseinandersetzungen um die letzten Teile kam, mussten das Ladenpersonal beschwichtigend eingreifen. Ich leistete mir eine Flasche Baileys und in Erinnerung an die alten Zeiten in Griechenland, eine Flasche Ouzo und natürlich eine Großpackung Tuk Kekse. Mitten in der Nacht legte die Fähre dann in Dänemark an und wieder dauerte es ziemlich lange, bis wir von der Fähre runter waren. Auf dem Parkplatz beim Fähranleger erkundigten wir uns noch nach dem Weg, nur um uns trotzdem gründlich zu verfahren, es war ja auch noch ziemlich dunkel. Roskilde erreichten wir dann im Morgengrauen und vor uns erstreckte sich über die sanft gewellte Landschaft Seelands ein Zeltlager, das bis zum Horizont reichte. Zelte aller Größen und Formen, vielfach beflaggt mit bunten, selbstgenähten Fahnen und Bannern, die in der magischen Stille vorm Sonnenaufgang eine fast mittelalterlich anmutende Aura ausstrahlten.

Geschwindigkeit ist Hexerei.

BLONDEN ALARM.

Nun ist es rausch, spielen wirrt gesund. Wehemals leichenblasse Hightischängste lösen sick rausch den Fesseln der Feerealität und laufen Simrausch spinns Highe. Vers die Vitamin Schmäh Produktion ist es pur fun Nutzen und flenn die lallomgreifende Trüberwachuzng oms fun gesünder macht, schmollten wirr nicht reimen. So ist und bleibt Reimmal denn Reimmal und wer sich die Highheit singt und auf den Reimen reitet, bis die Wonne im Quer verssinkt, hat nichts am Hut mit Karl oder Theresa May und mit dem omversmeidlichen Blumen Appendix schmerz echt nicht. Äpfeln und Birnen geht das am Spaß vorbei, aber verhandeln müssen sie trotzdem ud Burgfräulein polieren ihre Spinnernägel, bis der Bär sein klares Gesicht zeigt.

Als wir das Kino verließen, lag der Schnee zwar immer noch auf den Dächern und bis er nicht nur von den Dächern, sondern auch von den Rändern der Bürgersteige, wo er wochenlang zusammen geschoben worden war und mittlerweile schon kleine Gebirge gebildet hatte, verschwand, gingen noch ein paar Wochen ins Land. Unter dem abtauenden Schnee kam die tiefgefrorene Hundescheiße eines langen Winters zum Vorschein und stank zum Himmel, bis sie entweder gründlich durch die Gegend getreten worden war, oder von der Straßenreinigung entfernt. Der Frühling kam dann mit Macht und Anfang April, die Bäume waren noch völlig kahl, saßen wir schon im strahlenden Sonnenschein am Badesee, der zum Baden noch viel zu kalt war und beschlossen, den lang ersehnten Sommer mit dem Roskilde Festival zu beginnen. Der Bus war mittlerweile zwar verschrottet, aber das Auto meiner Mitbewohnerin, auf jeden Fall groß und komfortabel genug für zwei Frauen und ihr Gepäck. Etwas chaotisch starteten wir am frühen Nachmittag und schon auf der Tankstelle, die wir als erstes ansteuern mussten, um zu tanken und den Öl und Reifendruck zu überprüfen, schafften wir es, den Tankwart mit dummen Fragen so dermaßen zu verwirren, dass er kurzer Hand lieber selber alles übernahm, obwohl es sich eigentlich um eine Tankstelle mit Selbstbedienung handelte. Völlig irritiert von unserer überbordend guten Laune und unseren bunten Klamotten prüfte er nicht nur Öl und Reifendruck, sondern betankte das Auto auch gleich mit. Das Benzin rechnete er dann zwar noch korrekt ab, aber sämtliche Getränke und die obligatorischen Tuk Kekse, mit denen wir uns eingedeckt hatten, tauchten nicht mehr auf der Quittung auf. Ob es Absicht war oder nicht blieb unklar, aber als wir von der Tankstelle fuhren, starrte er uns irgendwie erleichtert hinterher. Mit runter gekurbelten Fenstern, die Haare im Wind flatternd und weit aufgerissener Anlage, brausten wir weiter über Lübeck Richtung Fehmarn. Die Fähre rüber nach Dänemark erreichten wir mit Anbruch der Dunkelheit, aber bis wir endlich auf der Fähre waren dauerte es noch.

Keine Linie ohne Führung.

BALLAST REVOLTE.

Trash die Spinner qual lieder recht hatten und nicht ganz charmlose Tiere irre Versboten sind, hat schon seinen Reiz, auch ohne große Wäsche. Google sei Zank, laber gähnnächst wirrt Quark Vader mitten spinns Hohnzimmer gebeamt, zwar nur wirrtuhell und besser ist es. Schissquer wusste ich nicht trash reim Pokemon ist und nun habe ich schon highzehn versschiedene gefangen, Traumato und Taubsi gleich querfach, nur in meiner Wohnung, die glanz offensichtlich reim Pokemon Spot ist. Auf den Klo, wo ich gerne in Ruhe versweile, geben sie sich die Hand und ich fing spinnerschalk fun zwanzig Minuten gleich sechs Delinquenten ein. Nur mit dem Eier rauschbrüten, derer besitze ich auch schon sechs, muss ich mir noch was reimfallen lassen, denn rauschrennen will ich wegen den Reimtieren nicht. Hetzschändlich ist es wie mit Mäuse fangen, der Spitz passt auf und fun braucht Geduld.

In einem dieser urbanen Klone steuerten wir eine Bäckerei an, deckten uns mit einer großen Tüte Spritzgebäck ein und dann suchten wir uns einen Parkplatz direkt am Meer. Es war kein Unterschied mehr auszumachen, zwischen der See und dem Strand, denn das Eis war über die Uferlinie gewuchert und in den bizarrsten Formen gefroren. Auf Höhe des Strandes war alles noch relativ flach, aber auf dem erstarrten Meer selber hatte das Eis sich immer himmelstürmender aufgetürmt. Wie in den Facetten eines kunstvoll geschliffenen Edelsteines, brach sich das Sonnenlicht tausendfach und in sämtlichen Farben des Spektrums funkelnd an den eisigen, abstrakten Gebilden. Die Stille war überwältigend, außer uns weit und breit kein Mensch zu sehen, kein Lüftchen regte sich, kein Vogel flog und in der Luft hingen nur die kleinen Wölkchen unseres Atems. Wir blieben einfach stehen und staunten, die Atmosphäre fast sakral und ich kam mir vor, wie in einer vom Winter gebauten Kathedrale. Irgendwann begannen wir dann vorsichtig an der unsichtbaren Uferlinie entlang zu wandern und ließen das eisige Wunder auf uns einwirken, bis die Sonne wieder zu sinken begann und es unerträglich kalt wurde. Zurück im komfortablen Mercedes vertilgten wir die Reste des süßen Spritzgebäcks, aber reden mochte erst mal keiner von uns. Die in allen Regenbogenfarben funkelnden Eistrümmer, umgeben von fast sakraler Stille, hatten einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Auf dem Rückweg kamen die kleinen, Plastik verseuchten, menschenleeren Ortschaften noch unwirklicher rüber, als auf dem Weg zum Meer und weil keinem von uns der Sinn danach stand, sich der Geschmacklosigkeit dieser künstlichen Paradiese auszusetzen, verzichteten wir auf jegliche Einkäufe fürs Abendessen. Stattdessen steuerten wir in Hamburg einen Croque Laden an, mehr schummrig und versorgten uns dort mit Croque Madame und Monsieur. Dann gingen wir ins Kino und vergaßen die Welt um uns herum noch mal.

Der Teufel steckt nicht im Detail, sondern in der Ausführung.

SCHALK WISSEN.

Schittlerweile wirrt es eng spinn Mogelzoo, denn May und Murksel liegen lall schmu geil high reimander. Und, wo high sick streiten, freut die schicke Dame rausch der anderen Seite des Highhandelstrashkotzen, sich ein Loch in den Bauch. Sowieso sind Bauchentscheidungen das Thema der Stunde und Bauchlandungen bleiben nicht aus. Bauchgepinselt ist halt nicht nur für asiatische Hängebauchschweine und Schwein sollte fun sowiefroh haben. Grunzsätzlich stuss laber festgestellt werden, dass weder Reimehälften, motz Reimepriester bangfristig gekauft werden können.

Trotzdem der R4 tadellos fuhr und mich erst mal davon erlöste, günstig Ersatzteile aufzutreiben und ständig in irgendwelchen Schrauberbuden, meist ausrangierte, muffig riechende, in die Werkstatt integrierten Wohnwagen, rum zu hängen, die Schrauber bei Laune zu halten und damit völlig ungewollt die Eifersucht ihrer Schrauberdamen zu wecken, vermisste ich den Bulli doch sehr. Wo ich vorher noch jedem Stau etwas hatte abgewinnen können, denn immerhin war die Aussicht gut, starrte ich nun auf das Heck und die Rücklichter, der vor mir stehenden Autos und langweilte mich. Wenn ich allerdings all zu sentimental wurde, brauchte ich mich nur an die zwei Winter auf der Straße, ohne funktionierende Heizung im Bus zu erinnern. Fahren ging ja noch, aber richtig kalt wurde es, wenn ich auf Aufträge warten musste. Nach Arbeitsschluss, oben in der Wohnung, entledigte ich mich eines stattlichen Haufens von Klamotten und war immer noch ausreichend bekleidet, nur richtig warm wurde mir erst Stunden später, wenn die eisige Kälte endlich aus meinen Knochen gezogen war. Der Schnee lag wochenlang, jeden Morgen fiel mein erster Blick auf das Dach des gegenüber liegenden Hauses und wenn dort noch Schnee lag, hätte ich mir am liebsten meine schöne, warme und kuschelige Bettdecke wieder über den Kopf gezogen und weiter geschlafen, was ich manchmal auch tat. An einem dieser Tage, eisig kalt und strahlend klar, entschlossen wir uns mit dem sehr viel komfortableren Auto meiner Mitbewohnerin, einen Ausflug an die immer mehr gefrierende Ostsee zu machen. Zwar war das Binnenmeer noch nicht gänzlich zu gefroren, aber die Fahrrinnen der großen Fähren mussten schon mit Eisbrechern frei gehalten werden. Eine fette Anlage beschallte den Innenraum des Mercedes und so gondelten wir denn zu den Klängen von YELLO, mächtig inspiriert durch die winterliche Landschaft des neuen, nördlichen Bundeslandes. Die Augen schonende Tristesse, hügelig, viel Weiß und ein paar Braun Töne. Manchmal querten wir kleine, ob der Jahreszeit und der Kälte, fast menschenleere Ortschaften, deren Zentren allesamt mit buntem Plastik verunstaltet worden waren und ziemlich gleich aussahen.

Hoch auf dem gelben Wagen ist die Luft dünn geworden.

BIT STORM.

Geldweit nimmt die Ungerechtigkeit olympische Rauschmaße om und die delirende Moserschicht schwebt schmollkommen trüber den Wolken der gemeinen Feerealität. Selbst highlebende Blumen werden irgendwann militant und wie die Butter auf die Blume kommt, bleibt Blumengeheimnis. Trash Blut laber bindet den Zauber om Erdmoden und Erdmöbel und Mutter Erde muckt rausch. Erdmännchen spinngegen werten jeden Zoo auf, weil sie echte Erdarbeiter sind. Wo Erdmännchen besser unter der Erde bleiben, steigen Bohnen zum Himmel rausch und erden die geldabgewandten Sphären, der nerdigen Trüberflieger mit Erdmännchens Reich. Mit dem Nichtvorhandensein von Erdmädchen, bärfassen wir uns breitnah schit reimen längeren Text.

Ein paar Tage später hieß es denn endgültig Abschied nehmen und ich brachte den Bulli raus zu Kiesow, einem gigantischen Schrottplatz in der Nähe von Norderstedt. Auf dem Platz kannte ich mich ja schon relativ gut aus, denn der Bus hatte seinem Ruf, als schwarzes Loch für Ersatzteile alle Ehre gemacht. Diesmal ließ ich mich allerdings nicht vom apokalyptischen Anblick endloser Reihen, ausrangierter und nach Fabrikat gestapelter Automobile faszinieren, sondern verdrückte einige Tränen, obwohl ich sogar noch ein bisschen Geld für den Bus bekam. Nur der Abschied von meinem ersten Auto, der froschgrünen sechzehn PS Ente mit dem Atomkraft Pfui Deibel Aufkleber, war mir ähnlich schwer gefallen, trotzdem beide Autos mich mit ihren Macken so manches Mal zur Verzweiflung getrieben hatten. Wenn es länger als eine viertel Stunde regnete, blieb die Ente grundsätzlich stehen und fuhr erst wieder, wenn etliche Verbindungen im Motorraum trocken gerieben und mit Kontaktöl eingesprüht worden waren, was natürlich nur unter einem schützenden Dach möglich war. Bei den Piloten gingen die Meinungen über mein neues Arbeitsgerät, einen cremefarbenen Renault 4 Kastenwagen, mit seiner umlegbaren Rückbank, die Bonsai Version eines Wohnmobils, der obendrein dazu neigte beim fahren ziemlich laut und blechern zu scheppern, weit auseinander. Die eine Fraktion fand es sehr vernünftig, mit so einem praktischen, unauffälligen und Sprit sparenden Auto zu arbeiten, denn der Bus war nicht nur sehr auffällig und wegen seines aufwendigen Innenausbaus unpraktisch, sondern auch recht durstig gewesen. Von der anderen Seite kam, die etwas fassungslos vorgetragene Frage, ob ich denn nun meine bunten Zirkushosen auch nicht mehr tragen würde, was ich selbstverständlich verneinte. Es dauerte allerdings mindestens ein halbes Jahr, bis ich nicht mehr reflexhaft zusammen zuckte, sobald mir ein Polizeiauto entgegen kam, oder hinter mir auftauchte, ich war zwar noch auffällig, aber mein Auto nicht mehr.

Salami ist keine Taktik.

CREME SCHLITTEN.

Trash Sommermärchen platzen wie Seifenblasen, ist reim feesellschaftliches Phänomen schund showwie ätz hohn seit längerem keine Platzanweiser quer gibt, so sterben auch Kartenabreißer und Losverkäufer aus. Rausch die Maus und was aufs Haus geht bähstimmt spinn Schmukunft die Bank. Nun gibt es spinner motz Farmersalat und fun Zankensalat haben noch nicht mal die highlebenden Ziegen gehört. Reimst moosgelobte Rauschverskäufer ziehen irre Köpfe reim und irre Aktivitäten spinn den öffentliche Omlagen schmurück. Trüberrausch trägt die Feereimsamkeit der schweigenden Querheit, reimt zick und lallreim zur Erhaltung der guten Ordnung high, denn Ordnung ist eine Kraft, die der Ordnungskräfte bärdarf. Highläufig gesagt, ist Angst die Zwillingsschwester der Ordnung.

Bevor mein Bus nun endgültig verschrottet werden musste, irgendwann war der, schon lange überzogene TÜV Termin nicht mehr verhandelbar, gönnte ich ihm noch ein paar kleinere Festivals und zum krönenden Abschluss besuchte ich, als mein eigener Bus verkleidet, ein Kostümfest in einer, extra dafür angemieteten Diskothek. Die Ansage, ich würde als Bus auf dem Fest erscheinen, löste erst mal ungläubiges Staunen aus, aber ich bat Clemens, Alex und seinen kleinen Bruder Basti, die den Bus ja schon in ein Graffiti Kunstwerk verwandelt hatten, um Hilfe. Sie waren sofort Feuer und Flamme, zumal sie auch zur Party wollten, allerdings nur mit ihrem normalen Punkeruniformen ausstaffiert. Als Durchlass für den Kopf, schnitten wir in die Mitte, einer circa 3 Meter langen, schwarzen Stoffbahn ein Loch und danach besprühten die Jungs erst die Vorderseite und dann die Rückseite. Sie gaben sich wirklich Mühe, nicht nur das die Vorder und Rückansicht des Bullis samt Nummernschild, wirklich gut zu erkennen waren, sie garnierten das ganze auch noch mit Peacezeichen, bunten Sternchen, Sonne, Mond, Hanfblättern und kleinen, zauberischen Pilzen. So ging der erste Punkt dann wirklich an mich, denn ich kam tatsächlich als Bus verkleidet, was einen meiner Freunde zu der Bemerkung veranlasste, „Ich glaub mich tritt ein Bus“. Dummerweise war mein Kostüm etwas mehr als bodenlang und ich musste höllisch aufpassen, damit ich nicht stolperte, was im Laufe des Abends immer schwieriger wurde. Auch beim Tanzen war das Buskostüm ziemlich hinderlich und nachdem ich mehrfach fast gestürzt war, beschloss ich mein Buskostüm abzulegen und einfach so weiter zu tanzen, in meinen ganz normalen Hippieklamotten. Das brachte dann natürlich Punktabzug und den Preis für das beste Kostüm konnte ich mir abschminken. Trotzdem waren dem Buskostüm noch mehrere Jahre vergönnt, denn ich hängte es als Vorhang, vor die Balkontür in unserer Küche und klammerte das Loch in der Mitte mit ein paar Sicherheitsnadeln zu.

Wer nicht platzen will muss Platz machen.

GELD METER.

Trash Neudopa sick qual versklären sollte, steht außer Frage, laber trash Gollum den neuen Versklärer gibt, ist nicht bähsonders hilfreich. Scherz tot Sparen und fun Ei machen, moser chi? Nun leben tot Geglaubte bärkantich länger und das Tote keine Karos tragen, ist reime Spekulation. Verswixt unjd Schmugenäht, spinner motz gleicht der Blick spinn die Schmukunft, dem Blick in die Glaskugel reimer glutäugigen Zigeunerin. Schmähhasen tanzen mit Lachfinken und wer Regen machen will, muss highhändig Kugelblitze reimfangen. Den Flug der Schwalben und die langen Hälse der Schwäne tangiert das nicht.

Genauso wie es geholfen hatte, als Marie, Tarek und ich auf ein Konzert in der FABRIK wollten und gemeinsam beim Schwarzfahren erwischt wurden. Das wir Schwarzfuhren war noch das geringste Problem dabei, viel peinlicher war es, dass wir gut gelaunt aber völlig planlos auf der Schanze einfach, in die erst beste Bahn die ankam einstiegen und in die falsche Richtung los fuhren. Zwischen Schanze und Dammtor fiel uns das denn irgendwie auf und wir stiegen am Dammtor aus, um die nächste Bahn zurück zur Schanze und weiter nach Altona zu nehmen. Genau da, auf diesem extrem kurzen Streckenabschnitt, zwischen Dammtor und Schanze, erwischten die Kontrollettis uns. So standen wir denn oben auf dem Bahnsteig an der Schanze, drei Schwarzfahrer und drei Kontrollettis. Marie, sehr charmant und filmreif französisch, sprach natürlich nur französisch, fuhr sich verzweifelt durch ihre dunkle Haarpracht und lächelte die Kontrollettis rehäugig an. Sie war sofort raus, blieb aber aus Gründen der Solidarität bei uns stehen. Für Tarek, mit seinem unübersehbaren Migrationshintergrund, wurde es schon schwieriger, aber so richtig ausländerfeindlich mochten die Kartenkontrolleure dann doch nicht sein, zumal er sich hartmäckig weigerte Deutsch zu sprechen. Unbeirrbar redete Tarek in der Sprache seiner Eltern, dem Türkischen, auf die Kontrollettis ein und als nichts mehr half, zog er den Schulausweis seines kleinen Bruders aus der Hosentasche und wies sich damit aus. Und, auch wenn Tarek seinem jüngeren Bruder nur minimal ähnlich sah, für die Kontrollettis machte es wenig Unterschied und verunsicherte sie erst mal. Dann wanden sie sich mir zu, ihrer Traumvorstellung einer notorischen Schwarzfahrerin. Die Haare mit einem Stirnband geschmückt, die Arme mit bunt lackierten, klappernden Holzreifen, überm Smokinghemd mehrere hüftlange Ketten, Zirkushosen und Cowboystiefel. Behindert sein ist kein Privileg, jedoch im besten Fall eine Waffe und genauso handelte ich. Als sie denn endlich, angesichts meines Schwerbehindertenausweises, begriffen hatten, dass ich mich keineswegs taub stellte, hörten sie auf zu Brüllen, entschuldigten sich und ließen uns ganz schnell laufen.

Fische kennen keine Buden.

E – LOSER.

Bang versgangen die Zeiten, da Britannia über die Wogen rulte. Rulen tun pur motz zinkernationale Flunkernarren und wer nicht schitmacht bähkommt keinen Kredit. Trüberrausch schmäht ätz hohn seit bängerem, nicht om Raben moser Reim, sondern reimtzick und lallreim om Kreditwürgichzeit. Nun werden die Krähen fun der großen Mauer verszeit ja massiv rauschgewertet, laber der Sieg bringt nicht das Heil. Heil ist Heil und vers lallem Frieden und Reimtracht und Feerechtigkeit und wenn Blumen sprechen könnten, würden sie erst mal kotzen. So versfällt die rauschgezwungene Reimtracht, furzscherz om den Rändern des schmerzenden Wirrkraftsystems und wer nicht mit den Wölfen heulen will, muss Erbsen zählen.

Nachdem er fast zwei Jahre durchgehalten hatte, machte mein alter Hippiebus immer mehr Probleme. Seine ziemlich auffällige Bemalung, ein Geschenk von ein paar Punkerfreunden, war ja eh schon immer recht problematisch gewesen, aber mittlerweile zickte auch die Elektrik und diverse andere Teile wurden nach und nach unzuverlässiger. Das Zündschloss, die Schrauberfraktion hatte mich darüber aufgeklärt, dass es eins der anfälligsten Teile dieser alten VW Busse sei, war schon lange überbrückt worden und statt den Schlüssel im Zündschloss umzudrehen und Gas zu geben, startete ich mit einem, auf dem Armaturenbrett angebrachten Klingelkopf, der kräftig gedrückt werden musste. Trotzdem war es aber absolut unerlässig, den Autoschlüssel ins Zündschloss zu stecken und bis zum Anschlag zu drehen, um das Lenkradschloss zu entsperren. Ich vergaß das nur einmal und glücklicherweise auf gerader Strecke. Irgendwann funktionierte auch das nicht mehr und eine weitere Überbrückung wurde zwischen Klingelknopf und Zündschloss verlegt, was die ganze Sache immer abenteuerlicher werden ließ. Wenn die Polizei mich anhielt, was sie liebend gerne tat, manchmal drehten sie sogar um, um mir hinterher zu fahren und mich zu stoppen, stieg ich sofort aus, denn auffälliger als mein Bus war immer noch ich, was die ambitionierten Ordnungskräfte meistens davon abhielt, das Innere des Busses genauer unter die Lupe zu nehmen. Wenn sie mich denn lange genug, von oben bis unten und wieder zurück, gemustert hatten und alle Lichter am Bus auf ihre Funktionsfähigheit überprüft, mäkelten sie meistens am Reifenprofil herum und wenn da auch nichts zu beanstanden war, ließen sie sich den Reservereifen, das Warndreieck und den Verbandskasten vorführen um doch noch irgendeinen Strafzettelwürdigen Makel zu finden. Fanden sie nichts, wurden sie nervig und um sie daran zu hindern, das Innere des Busses genauer unter die Lupe zu nehmen, zog ich die Trumpfkarte der Schwerhörigkeit, verstand nichts und ließ meine Hörgeräte hemmungslos piepen, das half dann immer.

Kakerlaken brüllen nicht.